


Heute Mittag sind die ersten beiden voll funktionsfähigen Galileo-Satelliten vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou, Französisch-Guayana, ins All gestartet. Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Koordinator der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt, Peter Hintze: „Der Galileo-Start ist ein Zeichen für den Einheitswillen Europas. Ich freue mich, dass das europäische Satellitennavigationssystem Galileo, an dem deutsche Unternehmen maßgeblich beteiligt sind, jetzt konkrete Formen annimmt. Mit dem Start einer Sojus-Rakete wurden die ersten beiden Galileo-Satelliten für den operationellen Betrieb in ihre Umlaufbahn gebracht. Alle Satelliten dieses größten europäischen Raumfahrtprojektes tragen den Gütestempel “made in Germany“, denn sie werden in Deutschland produziert. Galileo wird auch aus Deutschland gesteuert, da eines der beiden Satelliten-Kontrollzentren beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen steht. Atomuhren, die von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) geliefert wurden, schaffen die Grundlage einer präzisen Navigation. Damit leistet Deutschland einen wichtigen Beitrag, nicht nur für das europäische Navigationsprogramm, sondern auch für den europäischen Raumtransport.“
Es wurde zum ersten Mal eine modifizierte russische Sojus-Rakete von Kourou gestartet, die ab jetzt die europäische Trägerrakete “Ariane 5“ ergänzt. Die Sojus-Starts in Kourou machen den europäischen Raumtransport flexibler und wettbewerbsfähiger. Sichtbarster deutscher Beitrag am Programm “Sojus in Kourou“ ist das Raketen-Integrationsgebäude, das – wie schon die Gebäude für die Ariane – vom deutschen Technologieunternehmen MT Aerospace AG errichtet wurde.