


Rede von Peter Hintze auf der nationalen Konferenz zur Raumfahrt-Robotik am 13.05.2009
Sehr geehrte Damen und Herren,
auch ich möchte Sie im Bundeswirtschaftsministerium recht herzlich willkommen heißen und freue mich über das große Interesse an dieser Konferenz.
Wir möchten mit Ihnen, den Vertretern aus Forschung, Industrie und Politik, einen Dialog starten, wie wir gemeinsam mit dem Zukunftsthema Raumfahrt-Robotik wirkungsvolle technologische Impulse setzen können. Raumfahrttechnologien sind Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Wer hier die Nase vorn hat, schafft die technologische Basis für den wirtschaftlichen Erfolg von morgen. Deshalb ist gerade in der derzeitigen Krise wichtig, dass Deutschland der Schrittmacher bei der Erforschung, Entwicklung und Produktion innovativer Raumfahrttechnologien ist.
Raumfahrt bewegt Menschen. Sie setzt Phantasie und Kreativität frei – Fähigkeiten, die wir heute dringender denn je brauchen.
Raumfahrt erlaubt uns, tiefer als jemals zuvor in die Geheimnisse des Universums vorzudringen. Wir lernen mit jeder Mission mehr über die Frühzeit des Universums, die Geburt und Entwicklung unseres Sonnensystems und die Grundlagen des Lebens.
Das Forschungslabor „Weltall“ bietet einzigartige Möglichkeiten, die grundlegenden physikalischen Theorien zu überprüfen. Raumfahrt öffnet uns das Tor zum All.
Auch der Blick zurück – aus dem All auf die Erde – bewegt uns. Wir wissen heute mehr denn je über die dynamischen, ja dramatischen Prozesse, die das Gesicht der Erde nachhaltig prägen.
Dank der Raumfahrt wissen wir auch von der Verletzlichkeit unseres Heimatplaneten und seiner für das Leben so entscheidenden Atmosphäre.
Der Klimawandel ist eine der großen globalen Herausforderungen, der wir uns stellen müssen. Raumfahrttechnologien werden hierbei einen entscheidenden Beitrag leisten. Satellitendaten sind eine wichtige Basis, um die Prognosefähigkeit unserer Klimamodelle zu verbessern.
Raumfahrttechnologien helfen nicht nur dabei, Wissen zu schaffen. Sie sind auch der Schlüssel zu vielfältigen Anwendungen in der modernen Informations- und Industriegesellschaft.
Raumfahrt ist eine strategische Notwendigkeit. Sie ist ein Symbol für die technologische Leistungsfähigkeit einer Gesellschaft und hat eine herausragende wirtschaftliche Bedeutung.
Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, deutsche Spitzenpositionen in Weltraumforschung und -technologie auszubauen und dafür zu sorgen, dass sich deutsche Unternehmen im europäischen und globalen Wettbewerb hervorragend behaupten können.
Dass die Bundesregierung die Raumfahrt als strategische Aufgabe betrachtet, zeigt ein Blick auf die Mittel, die sie für die Förderung der Raumfahrt einsetzt. Das Nationale Programm und der deutsche Beitrag zur ESA wurden substanziell erhöht. Zusammen mit den Mittel für den Forschungsbereich des DLR, dem Beitrag zu EUMETSAT und den Mitteln des Verteidigungsministeriums investiert die Bundesregierung in 2009 mehr als 1,4 Milliarden Euro in die Raumfahrt.
Die Raumfahrtstrategie, die die Bundesregierung gemeinsam mit dem Raumfahrt-Management des DLR erfolgreich umsetzt, hat klare Ziele. Diese Ziele wollen wir gerade in der derzeitigen Krise konsequent weiter verfolgen. Wir haben langfristig nur Erfolg, wenn wir beherzt und mit Mut in Forschung und Entwicklung investieren.
Das gilt besonders für unser heutiges Thema „Raumfahrt-Robotik“. Automation und Robotik sind Schlüsseltechnologien der modernen Industrie- und Wissensgesellschaft. Bereits heute ist Robotik auf der Erde wie in der Raumfahrt unverzichtbar – und ihre Bedeutung wird in Zukunft rasant zunehmen.
Einen sichtbaren Beleg dafür bot die vergangene Hannover Messe, die Ende April 2009 stattfand. Wer die Halle 22 betrat, konnte sich in aller Breite über das Thema „Mobile Roboter und autonome Systeme“ informieren. Als eines der Schwerpunktthemen waren Automatisierungstechnologien und Robotik auf der Messe prominent vertreten.
Robotik dringt mehr und mehr in alle Bereiche unseres täglichen Lebens vor. Von der industriellen Produktion über Serviceroboter, die uns von Routinearbeiten entlasten sollen, bis hin zu Medizinrobotern oder Flugautomaten.
Automation und Robotik sind die Schlüsseltechnologien bei der weiteren Erkundung und Nutzung des Weltraums.
Als verlängerter Arm des Menschen im All werden intelligente Roboter die Zukunft der Raumfahrt nachhaltig verändern: Robotische Systeme werden auf Planeten, Monden und Asteroiden landen, sie erkunden und damit die Erschließung des Sonnensystems weit über die Grenzen der für Menschen erreichbaren Ziele vorantreiben.
Raumfahrt-Robotik spielt nicht nur in der Exploration eine zentrale Rolle. Auch im Erdorbit zeichnet sich ein Innovationssprung ab.
Immer wieder müssen heute ansonsten noch voll funktionstüchtige Kommunikationssatelliten aufgegeben werden, nur weil ihnen der Treibstoff ausgeht. Das soll und muss sich in Zukunft ändern.
Service-Roboter werden Satelliten im Erdorbit ansteuern, sie mit Treibstoff versorgen, reparieren oder bei Bedarf kontrolliert entsorgen.
Satellitenbetreiber können damit Flottenmanagement in der Umlaufbahn betreiben. Sie können ihre Satellitenflotte je nach Anforderung neu positionieren, um andere Sendeabdeckungen zu erreichen oder Altsatelliten durch neue zu ersetzen. Nachhaltigkeit wird zukünftig zum Leitprinzip im Satellitenbetrieb.
On-Orbit-Servicing von Satelliten eröffnet eine neue Dimension auch für die kommerzielle Raumfahrt. Auf diesem Wege können wir erste Schritte unternehmen, um der zunehmenden Gefährdung von Weltraumsystemen durch Weltraumschrott wirksamer entgegentreten zu können.
Anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar fordert der Parlamentarische Staatssekretär Peter Hintze (CDU) junge Menschen in Wuppertal auf, sich an dem Jugendwettbewerb „DenkT@g“ zu beteiligen. Der von der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgeschriebene Wettbewerb steht unter dem aktuellen Motto „Gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“.
Gefragt ist die Gestaltung von Internetseiten oder Videos, mit denen den Opfern der NS-Diktatur gedacht oder sich mit Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus heute auseinandergesetzt wird. Teilnehmen können Jugendliche zwischen 16 und 22 Jahren oder Schulklassen. Einsendeschluss ist der 31.10.2012. Die Preisverleihung findet am 27. Januar 2013 in Berlin statt. Nähere Informationen im Internet unter www.denktag.de
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Der Wuppertaler Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär Peter Hintze gibt bekannt: Der Deutsche Bundestag lädt gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung und der Jugendpresse Deutschland mittlerweile zum neunten Mal 30 junge Journalistinnen und Journalisten zu einem Workshop vom 25. bis 30. März 2012 nach Berlin ein. Bewerben können sich Jugendliche im Alter zwischen 16 und 20 Jahren.
Eine Woche lang werden die Jugendlichen hinter die Kulissen des parlamentarischen und medialen Geschehens in der Hauptstadt blicken. Sie hospitieren in Redaktionen, begleiten Hauptstadtkorrespondenten, diskutieren mit Abgeordneten aller Fraktionen, besuchen Plenarsitzungen im Deutschen Bundestag und erstellen eine eigene Veranstaltungszeitung.
„Auftrag Gesellschaft. Zwischen Ehre und Amt - Dein Dienst für die Demokratie?“ heißt der Titel der Veranstaltung in diesem Jahr. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden sich mit der Rolle des bürgerschaftlichen Engagement - sei es im Ehrenamt, Freiwilligen Sozialen Jahr, Freiwilligen Wehrdienst oder Bundesfreiwilligendienst - im gesamtdemokratischen Getriebe auseinandersetzen.
Bewerben können sich interessierte Jugendliche mit einem Artikel oder einem Video-/Audiobeitrag zu einem Thema, das auf der Homepage bundestag.jugendpresse.de näher erläutert ist. Bewerbungsschluss ist der 31. Januar 2012.
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Die Bundesregierung wird das Mehrgenerationenhaus des Nachbarschaftsheims Wuppertal auch weiterhin fördern. Die Förderung erfolgt durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms zu Sicherung der Mehrgenerationenhäuser. Aus Mitteln des Bundes und des Europäischen Sozialfonds wurden bundesweit 450 Mehrgenerationhäuser für eine Förderung mit je 30.000 Euro ausgewählt. Dies teilt der Parlamentarische Staatssekretär Peter Hintze (CDU) mit. [...] Mehr...