


Rede von Peter Hintze auf dem 16. Münchener Management Kolloquium am 17.03.2009
Sehr geehrte Damen und Herren,
haben Sie recht herzlichen Dank für die Einladung.
Ich überbringe Ihnen die Grüße der Bundesregierung und die guten Wünsche von Wirtschaftsminister zu Guttenberg, der zur Zeit in den Vereinigten Staaten von Amerika ist. Er spricht dort mit der neuen US-Regierung über wichtige wirtschaftspolitische Fragen. Und er will dort auch klären, wie eine traditionsreiche deutsche Automobilmarke im US-Besitz eine gute Zukunftschance haben kann.
„Die Volkswirtschaft braucht Unternehmer“. Und ich füge ausdrücklich hinzu: Und Unternehmerinnen!
„Gerade jetzt!“ – möchte ich sagen. In dieser großen wirtschaftlichen Herausforderung brauchen wir Unternehmerinnen und Unternehmer, aber auch Managerinnen und Manager, die ihr Unternehmen verantwortungsvoll durch das tiefe Konjunkturtal führen. Wir sind mit der größten Wirtschafts- und Finanzkrise seit über einem halben Jahrhundert, seit dem Ende des 2. Weltkrieges konfrontiert.
Es ist das Schicksal der Sozialen Marktwirtschaft, dass sie in guten Zeiten selbstverständlich erlebt wird und dass in schwierigen Zeiten ihre Prinzipen in Frage gestellt werden. Dabei liegt die Stärke dieser Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung gerade darin, dass sie zu allen Zeiten das richtige Ordnungsprinzip einer freiheitlichen Gesellschaft ist.
Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass wir verantwortungsvolle und entscheidungsfreudige Menschen in unserem Land haben, die bereit sind, etwas zu unternehmen. Die zupacken und auch Risiken eingehen. Wir brauchen Unternehmerinnen und Unternehmer, die die Kraft der Sozialen Marktwirtschaft gerade in schwachen Zeiten leben.
Wohlstand und soziale Sicherheit in unserm Land beruhen darauf, dass Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und Werte zu schaffen.
Für das Wohlergehen aller Bürger in unserem Land sind wir auf Unternehmer angewiesen und dass sie Beachtliches für unsere Wirtschaft leisten. Und Beachtliches wird in unseren Unternehmen geleistet. Gerade in diesen Monaten, in denen es darum geht, die Unternehmen erfolgreich durch die Krise zu führen. Ich habe den Eindruck, dass sich die Unternehmen ihrer Verantwortung bewusst sind und alles in ihrer Kraft Stehende tun, um so viele Arbeitsplätze wie möglich zu halten.
Wo nichts entwickelt, produziert und verkauft wird, gibt es keine Wertschöpfung und gibt es kein Wachstum. Wo es keine Ideen gibt und Menschen, die etwas unternehmen, um diese Ideen zu vermarkten, da herrscht Stillstand.
Die deutsche Erfolgsgeschichte der vergangenen 60 Jahre ist auch eine Geschichte erfolgreichen Unternehmertums.
Dass wir die Export-Nation Nummer Eins sind, dass wir an der Spitze bei der Entwicklung neuer Produkte und Patente stehen und dass Deutschland ein Land mit hohem Wohlstandsniveau und großer sozialer Sicherheit ist, das verdanken wir auch dem Mut und der Weitsicht vieler deutscher Unternehmer.
Meine Damen und Herren, das Unternehmertum gehört zu den Berufsbildern, die eine besondere Faszination auf die Menschen ausüben. Große Theoretiker wie Max Weber und Josef Schumpeter sind der Frage nach den spezifischen Bedingungen erfolgreichen Unternehmertums und der volkswirtschaftlichen Funktion des Unternehmers nachgegangen.
Der Unternehmer verbindet Kreativität, Mut und Leistungsbereitschaft.
Nach Schumpeters Theorie von der „schöpferischen Zerstörung“ ist der Unternehmer Innovator, der neue Ideen aufgreift und durchsetzt. Innovation bedeutet, bestehende Strukturen in Frage zu stellen und neue zu schaffen.
Diese „schöpferische Zerstörung“ ist die Grundbedingung für wirtschaftliche Dynamik und langfristiges Wirtschaftswachstum. Es sind die kreativen Unternehmerinnen und Unternehmer mit ihren Ideen und ihren Fähigkeiten, die Werte schaffen, Wachstum generieren und für Beschäftigung sorgen. Und auf diese Weise die volkswirtschaftliche Basis unserer Gesellschaft sichern.
Die Anforderungen an den Unternehmer des 21. Jahrhunderts haben sich in den vergangenen Jahren erheblich verändert. Längst stehen nicht nur große Unternehmen, sondern auch der Mittelstand in einem internationalen Wettbewerb. Heute konkurrieren unsere Unternehmer mit Wettbewerbern aus Indien, China und Südamerika.
Globalisierung bedeutet das Entstehen einer Weltgesellschaft und eine Beschleunigung der Zeit. Die Verfallszeiten von Innovationen werden immer kürzer. Damit steigt der Entscheidungs- und Handlungsdruck in den Unternehmen. Schnell sich verändernde Märkte erfordern hohe Anpassungsfähigkeit, konsequentes „Lean Management“ und eine gezielte Personalrekrutierung und -führung. Für den Unternehmer des 21. Jahrhunderts ist schon heute übermorgen.
Die deutschen Unternehmen werden ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit nur dann erhalten können, wenn sie ihren Technologievorsprung wahren und weiter ausbauen. Dies setzt faire Wettbewerbsbedingungen voraus. Die Bundesregierung setzt sich mit Nachdruck für die Einhaltung arbeitsrechtlicher Mindeststandards, die Gewährleistung rechtsstaatlicher Verfahren und die Sicherung der Eigentums- und Patentrechte in allen Ländern der Welt ein.
Der Erfolg unserer Wirtschaft wird vor allem von den vielen kleinen und mittleren Unternehmen getragen.
Viele mittelständische Unternehmen sind so genannte „Hidden Champions“ - hoch innovative und hoch spezialisierte Weltmarktführer.
Anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar fordert der Parlamentarische Staatssekretär Peter Hintze (CDU) junge Menschen in Wuppertal auf, sich an dem Jugendwettbewerb „DenkT@g“ zu beteiligen. Der von der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgeschriebene Wettbewerb steht unter dem aktuellen Motto „Gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“.
Gefragt ist die Gestaltung von Internetseiten oder Videos, mit denen den Opfern der NS-Diktatur gedacht oder sich mit Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus heute auseinandergesetzt wird. Teilnehmen können Jugendliche zwischen 16 und 22 Jahren oder Schulklassen. Einsendeschluss ist der 31.10.2012. Die Preisverleihung findet am 27. Januar 2013 in Berlin statt. Nähere Informationen im Internet unter www.denktag.de
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Der Wuppertaler Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär Peter Hintze gibt bekannt: Der Deutsche Bundestag lädt gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung und der Jugendpresse Deutschland mittlerweile zum neunten Mal 30 junge Journalistinnen und Journalisten zu einem Workshop vom 25. bis 30. März 2012 nach Berlin ein. Bewerben können sich Jugendliche im Alter zwischen 16 und 20 Jahren.
Eine Woche lang werden die Jugendlichen hinter die Kulissen des parlamentarischen und medialen Geschehens in der Hauptstadt blicken. Sie hospitieren in Redaktionen, begleiten Hauptstadtkorrespondenten, diskutieren mit Abgeordneten aller Fraktionen, besuchen Plenarsitzungen im Deutschen Bundestag und erstellen eine eigene Veranstaltungszeitung.
„Auftrag Gesellschaft. Zwischen Ehre und Amt - Dein Dienst für die Demokratie?“ heißt der Titel der Veranstaltung in diesem Jahr. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden sich mit der Rolle des bürgerschaftlichen Engagement - sei es im Ehrenamt, Freiwilligen Sozialen Jahr, Freiwilligen Wehrdienst oder Bundesfreiwilligendienst - im gesamtdemokratischen Getriebe auseinandersetzen.
Bewerben können sich interessierte Jugendliche mit einem Artikel oder einem Video-/Audiobeitrag zu einem Thema, das auf der Homepage bundestag.jugendpresse.de näher erläutert ist. Bewerbungsschluss ist der 31. Januar 2012.
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Die Bundesregierung wird das Mehrgenerationenhaus des Nachbarschaftsheims Wuppertal auch weiterhin fördern. Die Förderung erfolgt durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms zu Sicherung der Mehrgenerationenhäuser. Aus Mitteln des Bundes und des Europäischen Sozialfonds wurden bundesweit 450 Mehrgenerationhäuser für eine Förderung mit je 30.000 Euro ausgewählt. Dies teilt der Parlamentarische Staatssekretär Peter Hintze (CDU) mit. [...] Mehr...