


Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Bundeskanzler und sein Finanzminister haben bis in die vergangene Woche hinein Stein und Bein geschworen, sie würden niemals den Stabilitäts- und Wachstumspakt beschädigen.
Wie sagte doch unser Bundeskanzler im Ersten Deutschen Fernsehen: „Wir rütteln nicht an den Kriterien des europäischen Stabilitätspaktes.“ Seit Walter Ulbrichts Wort: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“, hat noch nie ein deutscher Politiker die Öffentlichkeit so dreist in die Irre geführt wie der Herr Bundeskanzler in dieser Frage.
Ich möchte es den aufgeregten SPD-Abgeordneten erklären. Hier werden die deutsche Bevölkerung und das deutsche Parlament von Ihnen für dumm verkauft. Ihr Staatssekretär erklärt hier: Das 3-Prozent-Kriterium wollen wir gar nicht antasten. Im Ausschuss wurde uns erzählt, der Pakt werde nicht ausgehöhlt, sondern ausgefüllt. Wissen Sie, was Sie mit dem Pakt tatsächlich machen? Sie stopfen ihn aus. Die Hülle bleibt zwar - außen stehen noch immer 3 Prozent -, aber der Inhalt ist weg. Das ist ein Buch nicht nur mit dem Geist, sondern auch mit den Buchstaben des Stabilität- und Wachstumspaktes.
Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Maastricht-Urteil klar gemacht, daß die Fortsetzung der Stabilitätsgemeinschaft konstitutive Voraussetzung für das Zustimmungsgesetz zum Euro war. Das heißt, wenn die Bundesregierung einen parlamentarisch legitimierten Vorgang, das Zustimmungsgesetz, durch einen exekutiven Federstrich zerstört, dann ist das ein ungeheuerlicher Umgang mit der Materie, aber auch mit dem Parlament.
Ich empfinde es als Beleidigung - das möchte ich noch zu den Zurufen von Herrn Schmidt während der Rede von Herrn Austermann sagen -, wenn der deutsche Bundeskanzler in einem Namensartikel in einer Tageszeitung seine Absichten zur Änderung des Stabilitäts- und Wachstumspaktes bekannt gibt und sich die Bundesregierung dann in dieser Sitzungswoche weigert, auch nur ein einziges Regierungsmitglied, den Außenminister, den Finanzminister, den Wirtschaftsminister oder den Bundeskanzler hier zu diesen öffentlichen Äußerungen Stellung nehmen zu lassen. Das heißt - das ist kristallklar-, daß das Parlament in dieser Frage übergangen werden soll. Das ist ein Umgang mit der Demokratie, den wir nicht hinnehmen können.
Ihre ökonomische Begründung spottet jeglicher Beschreibung. Sie wollen dem deutschen Volk klar machen, daß die Probleme mit der steigenden Arbeitslosigkeit und der wachsenden Wirtschaftsschwäche sowie die sich ständig verschlimmernden Probleme im sozialen Bereich durch eine steigende Verschuldung verringert werden können. Die Wahrheit ist: Das genaue Gegenteil ist richtig. Nur wenn wir zu einer Politik der Haushaltskonsolidierung zurückkehren, werden wir auch die wirtschaftlichen und die sozialen Probleme dieses Landes lösen können.
Lassen Sie mich noch einen europapolitischen Gedanken aussprechen. Wir werben in diesen Tagen für die europäische Verfassung und dafür, daß die Bürger verstehen, daß im 21. Jahrhundert Europa die Antwort auf ihre Fragen ist. Aber wir erschüttern das Vertrauen der Bürger in Europa, in seine Institutionen und in seine Regierungen, wenn wir mit der Stabilität der gemeinsamen europäischen Währung so umgehen, wie Sie das mit dem Bruch des Stabilitäts- und Wachstumspaktes tun. Der Hintergrund ist, daß dieses Land unter der rot-grünen Regierung zum vierten Mal in Folge den Stabilitäts- und Wachstumspakt bricht, einen Pakt, der Voraussetzung für unsere Zustimmung zum Euro und für unser Werben bei den Bürgern für Europa und den Euro war. Aber Sie versündigen sich an diesem Pakt und damit an Europa. Ich sage Ihnen: Kehren Sie um!
Anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar fordert der Parlamentarische Staatssekretär Peter Hintze (CDU) junge Menschen in Wuppertal auf, sich an dem Jugendwettbewerb „DenkT@g“ zu beteiligen. Der von der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgeschriebene Wettbewerb steht unter dem aktuellen Motto „Gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“.
Gefragt ist die Gestaltung von Internetseiten oder Videos, mit denen den Opfern der NS-Diktatur gedacht oder sich mit Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus heute auseinandergesetzt wird. Teilnehmen können Jugendliche zwischen 16 und 22 Jahren oder Schulklassen. Einsendeschluss ist der 31.10.2012. Die Preisverleihung findet am 27. Januar 2013 in Berlin statt. Nähere Informationen im Internet unter www.denktag.de
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Der Wuppertaler Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär Peter Hintze gibt bekannt: Der Deutsche Bundestag lädt gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung und der Jugendpresse Deutschland mittlerweile zum neunten Mal 30 junge Journalistinnen und Journalisten zu einem Workshop vom 25. bis 30. März 2012 nach Berlin ein. Bewerben können sich Jugendliche im Alter zwischen 16 und 20 Jahren.
Eine Woche lang werden die Jugendlichen hinter die Kulissen des parlamentarischen und medialen Geschehens in der Hauptstadt blicken. Sie hospitieren in Redaktionen, begleiten Hauptstadtkorrespondenten, diskutieren mit Abgeordneten aller Fraktionen, besuchen Plenarsitzungen im Deutschen Bundestag und erstellen eine eigene Veranstaltungszeitung.
„Auftrag Gesellschaft. Zwischen Ehre und Amt - Dein Dienst für die Demokratie?“ heißt der Titel der Veranstaltung in diesem Jahr. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden sich mit der Rolle des bürgerschaftlichen Engagement - sei es im Ehrenamt, Freiwilligen Sozialen Jahr, Freiwilligen Wehrdienst oder Bundesfreiwilligendienst - im gesamtdemokratischen Getriebe auseinandersetzen.
Bewerben können sich interessierte Jugendliche mit einem Artikel oder einem Video-/Audiobeitrag zu einem Thema, das auf der Homepage bundestag.jugendpresse.de näher erläutert ist. Bewerbungsschluss ist der 31. Januar 2012.
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Die Bundesregierung wird das Mehrgenerationenhaus des Nachbarschaftsheims Wuppertal auch weiterhin fördern. Die Förderung erfolgt durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms zu Sicherung der Mehrgenerationenhäuser. Aus Mitteln des Bundes und des Europäischen Sozialfonds wurden bundesweit 450 Mehrgenerationhäuser für eine Förderung mit je 30.000 Euro ausgewählt. Dies teilt der Parlamentarische Staatssekretär Peter Hintze (CDU) mit. [...] Mehr...